
Welche Fehler können bei der Blutzuckermessung auftreten?
Häufige Fehlerquellen
Bei der Selbstbestimmung des Blutzuckers kann es zu Fehlern und folge dessen zu falschen Werten kommen. Die Ursachen dafür sind vielseitig: Bedienungsfehler der Messgeräte, fehlerhafte Messstreifen oder Geräte, verschiedene Störfaktoren.
Um Messfehler zu vermeiden, ist die Schulung im Umgang mit dem jeweiligen Gerät und den Teststreifen unerlässlich. Dieser Umgang kann einfach trainiert werden.
Zusätzlich sind auch Kontrollmessungen mit entsprechenden Kontrolllösungen in regelmäßigen Abständen sinnvoll. Prinzipiell sind Kontrollmessungen empfehlenswert, wenn eine neue Packung Teststreifen verwendet wird, das Gerät heruntergefallen ist oder anderweitig beschädigt wurde, die Messergebnisse nicht mit dem individuellen Befinden übereinstimmen oder unerwartete Testergebnisse auftreten.
Mögliche Fehlerquellen
Fehler beruhen meist auf Bedienungsfehlern, wobei manchmal Probleme auch durch fehlerhafte Messgeräte, Teststreifen oder andere Störfaktoren auftreten.
Fehlerhafte Teststreifen
Teststreifen dürfen nicht direktem Sonnenlicht, extremer Feuchtigkeit, Kälte oder Wärme ausgesetzt oder nach dem Verfallsdatum weiter verwendet werden. Am besten aufgehoben sind die empfindlichen Diagnostika in den Originalgefäßen, die nach der Entnahme sofort wieder sorgfältig verschlossen werden sollen.
Fehlerhafte Messgeräte
Blutzuckermessgeräte sind Präzisionsgeräte und daher sind die Hinweise der Hersteller unbedingt zu beachten. Das Gerät ist nur mit ausreichend aufgeladenen Batterien betriebsbereit. Der korrekte Sitz des Teststreifens muss kontrolliert werden.
Bedienungsfehler
Die Handhabung mit einem neuen Messgerät muss trainiert werden und man sollte stets die richtige Technik der Blutabnahme beachten:
- Ein zu starkes Pressen des Fingers führt zu einer Verdünnung des Blutes mit Gewebewasser und damit zu einer falschen Anzeige des Blutzuckerwertes.
- Die Hände müssen sorgfältig gewaschen werden, um eine Verschmutzung der Blutprobe mit eventuellen Speiseresten zu verhindern, aber auch aus hygienischen Gründen.
- Das gründliche Abtrocknen der Hände beugt einer Verdünnung der Probe mit Wasser vor.
- Eine Desinfektion ist nicht erforderlich.
- Die Blutmenge, die zur Reaktionszone des Teststreifens gelangt, muss ausreichend sein, damit die Messung exakt durchgeführt werden kann.
- Bewegen Sie den Teststreifen während der Messung nicht.
- Sollten Sie ein Gerät verwenden, das kodiert werden muss, dürfen Sie bei Anbruch einer neuen Packung Teststreifen nicht die entsprechende Neukodierung vergessen.
- Hitze, direktes Sonnenlicht, extrem hohe Luftfeuchtigkeit (Wasserdampf) und oder extreme Kälte schaden dem Messgerät und den Teststreifen.
Weitere Störfaktoren
Körpereigene Stoffe oder verschiedene Medikamente (wie z.B. Vitamin C, Acetylsalicylsäure, …) können die Genauigkeit des Messergebnisses beeinträchtigen. Fragen Sie Ihr betreuendes Diabetesteam nach einem passenden Blutzuckermessgerät.
Dabei können die Werte nach oben oder unten abweichen. Informieren Sie sich in der Gebrauchsanweisung Ihres Messgerätes und der Teststreifen. Weiters können Testergebnisse ungenau sein, wenn die getestete Person sehr hohe oder sehr niedrige Hämatokritwerte (feste Blutbestandteile) hat.
Bei Erkrankungen mit schwerem Wasserverlust (starker Durchfall oder Erbrechen) können als Folge die Messergebnisse ungenau sein. Desinfektionsmittel müssen rückstandslos entfernt werden, um eine Verfälschung der Messergebnisse zu verhindern. Sprechen Sie mit Ihrem betreuenden Diabetesteam, wenn Sie dazu Fragen haben.




